Mein Pilates-Aha: Wie der Beckenboden alles verändert hat
Als ich mit Pilates anfing, ging es für mich vor allem um eine schmale Taille und einen flachen Bauch. Der Beckenboden? Den habe ich ehrlich gesagt lange übersehen.
Erst durch eine exzellent ausgebildete Pilatestrainerin wurde mir klar: Der Beckenboden ist der eigentliche Gamechanger. Er ist das fehlende Puzzleteil, das dein Powerhouse vollständig macht.
Seitdem hat sich meine Praxis grundlegend gewandelt: Meine Übungen sind präziser, meine Taille definierter und mein Rücken spürbar entlastet. Heute ist die Aktivierung des Beckenbodens fester Bestandteil jeder Stunde – und ich zeige dir hier, warum das so wichtig ist.
Warum der Beckenboden beim Pilates unverzichtbar ist
Der Beckenboden ist kein einzelner Muskel, sondern ein komplexes Netzwerk, das den Beckenbodenraum nach unten abschließt. Gemeinsam mit den tiefen Bauchmuskeln, dem Zwerchfell und der tiefen Rückenmuskulatur bildet er dein Powerhouse – das Zentrum deiner Kraft im Pilates.

Deine Vorteile mit einem starken Beckenboden
- Stabilität: Er gibt dem Becken Halt und schützt die Organe.
- Entlastung der Wirbelsäule: Er reduziert Druck auf die Bandscheiben und beugt Rückenschmerzen vor.
- Effektiveres Core-Training: Ohne tiefe Beckenbodenaktivierung bleiben Bauchübungen an der Oberfläche.
Anatomie: Das Fundament in der Tiefe
Der Beckenboden ist mehr als „ein Muskel“. Er wirkt wie eine tragende Hängematte, die deine Organe stützt, Kontinenz sichert und deine Körperhaltung mitsteuert. Unsichtbar im Alltag – aber essenziell für Stabilität und Kraftübertragung.
Die drei Schichten im Überblick
- Tiefe Schicht – Diaphragma pelvis
Verläuft von Schambein bis Steißbein und sorgt für Basisstabilität. Sie trägt die Organe und hält dein Becken in Balance – bei jedem Schritt, Sprung und natürlich beim Pilates. - Mittlere Schicht
Liegt wie ein Schutznetz darüber. Ihre Aufgaben: Kontinenz, innere Stabilität und Unterstützung von Blase, Gebärmutter und Darm. Eine kräftige mittlere Schicht verhindert ungewolltes Tröpfeln beim Lachen, Niesen oder Hüpfen. - Oberflächliche Schicht
Umschließt die Körperöffnungen (Harnröhre, Vagina, After), steuert feine Bewegungen, unterstützt die sexuelle Funktion und gibt zusätzliche Stabilität im Alltag.
Teamarbeit: Beckenboden und seine Verbündeten
- Transversus abdominis (tiefer Bauchmuskel): Gemeinsam erzeugen sie Spannung und schützen die Lendenwirbelsäule.
- Zwerchfell: Beim Einatmen senkt es sich, beim Ausatmen hebt sich der Beckenboden – diesen Atemrhythmus nutzt Pilates gezielt.
- Tiefe Rückenmuskulatur: Stabilisiert die LWS und richtet dich auf.
Diese Einheit aus Beckenboden, tiefem Bauch, Rücken und Atem ist dein Powerhouse. Ohne bewusste Aktivierung fehlt im Training ein zentraler Baustein – gerade im Pilates wird er leider oft zu wenig angeleitet.
1-Minuten-Übung: Beckenboden direkt spüren
So probierst du es aus:
- Setz dich aufrecht auf einen Stuhl, Füße hüftbreit.
- Atme tief ein und erlaube dem Bauch, sich zu weiten.
- Beim Ausatmen stell dir vor, du hebst sanft ein kleines Kügelchen in dir nach oben.
- Halte diese leichte Spannung über 3–4 ruhige Atemzüge.
- Löse, dann wiederholen – insgesamt 5-mal.
Hinweis: Nicht pressen, Gesäß und Bauch nicht hart anspannen. Der Beckenboden arbeitet fein und subtil.Es ist eine innere Arbeit.
Warum dieser Gamechanger deine Bauchmuskeln formt
Mit aktivem Beckenboden erreichst du den Transversus abdominis – die tiefste Schicht deiner Bauchmuskeln. Sie formt die Taille, stabilisiert deine Körpermitte und unterstützt jede Bewegung. Ohne Beckenbodenarbeit bleibt dein Bauchtraining oberflächlich – ein Grund, warum viele trotz Fleiß keine nachhaltigen Ergebnisse sehen.
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Der Beckenboden ist kein reines „Frauenthema“, sondern der Schlüssel zu einer starken Mitte, einer gesunden Wirbelsäule und einem neuen Körpergefühl. Wenn du Pilates liebst, führt kein Weg an ihm vorbei. Fang heute an – dein Körper wird es dir danken.
Hinweis: Pilates lädt dich ein, dich wieder mit deinem Körper zu verbinden, ersetzt aber keine medizinische oder therapeutische Behandlung. Bei starken oder anhaltenden Beschwerden wende dich bitte an medizinisches Fachpersonal.


